Auswirkungen

DepressionEin wichtiger Schritt bei der Stressbewältigung ist die Beobachtung möglicher Stressreaktionen. Das bedeutet, dass man sowohl auf die Psychischen wie auch die Physischen Veränderungen seines Körpers achtet. Je früher man eine Überbelastung des Körpers erkennt desto früher kann man darauf reagieren. Somit wird die Behandlung schonender und der Aufwand für die Stressbewältigung sinkt auch sehr stark. Dabei lässt sich bei weitem nicht jedes Verhalten dem Stress zuordnen. Menschen reagieren je nach Alter und Situation unterschiedlich auf Stress. Auch Geschlechterspezifisch gibt es starke unterschiede bei der Stressbewältigung. Allgemein wird Frauen eine höhere Stressstabilität zugeschrieben als Männern. Das liegt unter anderem daran, dass Frauen einfach emotional offener sind und auch weniger auf Ihre Fähigkeiten bezogen sind. Wohingegen der Mann eine höhere Fähigkeitsüberzeugung hat und stärker auf Kontrolle fixiert ist.

Kinder und Jugendliche haben gegenüber Erwachsenen andere Reaktionen auf Stresssituationen. Besonders in den jungen Jahren ist Klammern und Angst im Dunkeln sowie vor Tieren ein Anzeichen für Psychische Belastungen. Ein besonders ernstzunehmendes Anzeichen ist Inkontinenz und Bettnässen, natürlich ab einem entsprechenden Alter, also etwa ab dem dritten Lebensjahr. Im Grundschulalter sind besonders aggressive Verhaltensmuster ein Indikator für Stress. Dabei sollte allerdings auch nicht bei jeder Rauferei Alarm geschlagen werden. Denn bis zu einem gewissen Grad gehören Rivalitäten zu einer normalen Entwicklung dazu. Viel kritischer ist es mit dem sozialen Rückzug. Wenn das Kind die Gesellschaft von gleichaltrigen meidet und im Allgemeinen eher desinteressiert ist, ist es ein klares Zeichen. Stress äußert sich außerdem durch Ängste. Schulangst und die Angst vor Dunkelheit werden sehr häufig unterschätzt und als Unsinn abgetan. Auch hinter Konzentrationsschwäche und dem klassischen Fingernägelkauen verbirgt sich meist mehr als nur schlechte Angewohnheiten.

Mit dem Eintritt in die Pubertät kommen noch einige Arten der Stressäußerung hinzu. Dabei ist die mit der Pubertät einhergehende Veränderung des eigenen Körpers bereits eine relativ starke psychische Belastung. Rebellisches Verhalten ist für diese Zeit typisch, jedoch zeigt es ein Gefühl des Missverstandenwerdens. Schlaf- und Essstörungen können vermehrt auftreten und sollten auch ernst genommen werden. Die psychischen Probleme äußern sich in diesem Alter vermehrt auch physisch. Verschiedene Beschwerden wie Kopfschmerzen, Magenkrämpfe, und sonstige Psychosomatischen Beschwerden sind typische Indikatoren.

MisstrauenDie Äußerungen von Stress bei Erwachsenen und jungen Erwachsenen beinhalten einen Großteil der kindlichen Symptome. Jedoch besteht in diesem Alter die Gefahr, dass die Symptome bereits ignoriert werden, da diese als normal empfunden werden. Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, Desinteresse und Rückzug aus der Gesellschaft sind weniger persönliche Merkmale als viel häufiger Anzeichen für Stress. Auch die kognitiven Muster geben häufig Aufschluss über den Zustand der psychischen Stabilität des Menschen. Am weitesten verbreitet sind hier wohl die Gedächtnisstörungen und Vergesslichkeit.

WutBesonders Vielfältig fallen im Erwachsenenalter im Gegensatz zu Kindern die physischen Anomalien aus. Das liegt daran, dass ein Teil der Körperfunktionen sich erst mit dem Alter entwickelt und eine Überbelastung sich besonders gravierend darauf auswirkt. Muskelschwäche und Verspannungen deuten auf eine länger andauernde Belastung hin. Weitere Folgen von Stress können ein schlechtes Hautbild, Ausschlag sowie Haarausfall sein. Die Auswirkungen von Stress sollten nicht unterschätzt werden. Dieser kann sogar zu Impotenz und einem Verlust der Libido führen. Auch herzleiden, Atembeschwerden bis hin zum Schlaganfall können auftreten. Darum ist die Früherkennung von Stresssituationen wichtig um mit den richtigen Methoden der Stressbewältigung rechtzeitig entgegenwirken zu können.